{"id":35,"date":"2018-01-07T17:18:14","date_gmt":"2018-01-07T16:18:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ff-oberhaidelbach.de\/word\/?page_id=35"},"modified":"2018-01-07T21:48:09","modified_gmt":"2018-01-07T20:48:09","slug":"oberhaidelbach","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/ff-oberhaidelbach.de\/?page_id=35","title":{"rendered":"Oberhaidelbach"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" style=\"border: 0;\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/embed?pb=!1m14!1m12!1m3!1d1470.631744053564!2d11.34805109804394!3d49.44986835131244!2m3!1f345.59164733178653!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f35!5e1!3m2!1sde!2sde!4v1515357873115\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\" height=\"450\" frameborder=\"0\" width=\"600\"><\/iframe><\/p>\n<p>Am Nordwestfu\u00df des \u201eWei\u00dfenbrunner Berges\u201c, wo der Haidelbach entspringt, direkt an der heutigen Staatsstra\u00dfe Altdorf- Hersbruck, liegt das Dorf Oberhaidelbach.<br \/>\nBesiedelt wurde dieses Gebiet von bairischen Stammesangeh\u00f6rigen schon im 8.\/9. Jahrhundert, urkundlich erw\u00e4hnt ist es aber erstmals 1236. Dies geschah im Zusammenhang mit \u201eHeinricus de Heidelbach\u201c, einem Spross der Ritter von Heidelbach.<br \/>\nDieses Adelsgeschlecht stand vermutlich im Dienste der Reichsministerialen von Thann, die ihren Sitz in Altenthann, sp\u00e4ter in Burgthann hatten. Bis 1346 bezeugen viele Urkunden dieses Geschlecht, von dem noch das Siegel, ein gekr\u00f6nter halber L\u00f6we mit einem Schwert im Rachen, bekannt ist und das noch heute als Wappen von Oberhaidelbach gilt.<\/p>\n<p>Der Sage nach soll das fr\u00fcher einzige Gasthaus im \u201eTal\u201c das ehemalige Rittergut gewesen sein. Oberhaidelbach war von fr\u00fcher Zeit an ein Bauerndorf und im Laufe der Zeit wechselten die Adelsgeschlechter mehrmals und die Bauern und Handwerker waren verschieden zehntpflichtig. Zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert ersch\u00fctterten verschiedene Kriege diese Gegend und durch Br\u00e4nde und Pl\u00fcnderungen wurde die Bev\u00f6lkerung von Oberhaidelbach sehr schwer gebeutelt. Als Anfang des 16. Jahrhunderts dieses Gebiet durch den Landshuter Erbfolgekrieg erneut in Mitleidenschaft gezogen wurde und den Oberhaidelbachern von den Pf\u00e4lzischen Truppen das ganze Vieh genommen wurde, leistete die Reichsstadt N\u00fcrnberg dem bairischen Herzog Albrecht IV. Waffenhilfe gegen den Pfalzgrafen Ruprecht. Als Entsch\u00e4digung bekam N\u00fcrnberg das ganze Gebiet zwischen Lauf, Hersbruck und Altdorf, das ihre Truppen eroberten, als Eigentum geschenkt. Oberhaidelbach wurde damit, nachdem es bisher sechs verschiedene Herrschaften hatte, ein n\u00fcrnbergisches Dorf. Im Lauf der Jahrhunderte erlebte Oberhaidelbach die Pocken, Ruhr, die Pest und den 30j\u00e4hrigen Krieg. Im Jahr 1806 wurde die Freie Reichsstadt N\u00fcrnberg und das dazu geh\u00f6rige Gebiet mit dem neu gegr\u00fcndeten K\u00f6nigreich Bayern vereinigt. Kirchlich geh\u00f6rt Oberhaidelbach nach Entenberg, wo 1072 bereits der damalige Bischof von Eichst\u00e4tt eine Kirche geweiht hatte. W\u00e4hrend sich das \u201egeistige Zentrum\u201c mit Kirche, Pfarrhaus, Friedhof und sp\u00e4ter der Schule in Entenberg befand, entwickelte sich Oberhaidelbach zum wirtschaftlichen Mittelpunkt der D\u00f6rfer im \u201eTal\u201c.<\/p>\n<p>Von der Posthilfsstelle wurden alle Ortschaften des Tales versorgt und lange Zeit befand sich hier das einzige Gasthaus der umliegenden D\u00f6rfer. Diese zentrale Wirtschaftsfunktion wurde fortgesetzt und verschiedene Vereinigungen wurden gegr\u00fcndet. Es gab z.B. den \u201eViehversicherungsverein\u201c, sowie die \u201eMolkereigenossenschaft Oberhaidelbach-Entenberg\u201c, die den Bed\u00fcrfnissen der Landwirt Rechnung trugen. Au\u00dferdem wurde 1913 der \u201eRaiffeisenverein Gersdorf-Oberhaidelbach\u201c gegr\u00fcndet und wurde mit seinem Lagerhaus und der 1970 erbauten Raiffeisenkasse Anlaufstelle des landwirtschaftlichen Versorgungswesens. Es gab au\u00dferdem einen \u201eRadfahrverein\u201c, einen \u201eSch\u00fctzenverein\u201c \u2013 beide w\u00e4hrend des dritten Reiches aufgel\u00f6st \u2013 und einen Gesangverein, der leider 1971 ein Ende fand.<br \/>\nSeit 1977 gibt es den Tischtennisverein, der heute noch mit Erfolg gepflegt wird.<br \/>\nDurch das Aufbl\u00fchen der nahen Industriest\u00e4dte R\u00f6thenbach, Lauf und N\u00fcrnberg ab 1900 \u00e4nderte sich langsam aber sicher die soziale Struktur des Dorfes. Die meisten der Landwirte gehen in Gewerbe- und Industriebetrieben einem Zuerwerb nach.<br \/>\nVon den Kriegseinwirkungen w\u00e4hrend des letzten Krieges blieb Oberhaidelbach weitgehend verschont, es fanden aber Bombengesch\u00e4digte und Heimatvertriebene Aufnahme und zum Teil eine neue Heimat.<br \/>\nMit der Einf\u00fchrung der Gebietsreform 1978 musste auch Oberhaidelbach seine Selbstst\u00e4ndigkeit als politische Gemeinde aufgeben und wurde zu einem Ortsteil der Gro\u00dfgemeinde Leinburg.<\/p>\n<p>Seitdem hat sich am Dorfbild Einiges ver\u00e4ndert, denn die kleinen Landwirtschaften gaben im Lauf der Jahre auf, mangels Rendite und Nachwuchs und landwirtschaftliche Geb\u00e4ude wurden als Wohnh\u00e4user umgebaut. Es gibt nur noch ein paar gro\u00dfe Bauern, die ihre Landwirtschaft ausbauen und vergr\u00f6\u00dfern.<br \/>\nDie jungen Leute gehen ihrer Arbeit in den umliegenden St\u00e4dten nach oder studieren. Trotzdem blieb der l\u00e4ndliche Charakter von Oberhaidelbach erhalten, schon weil sich die Siedlungst\u00e4tigkeiten in Grenzen gehalten haben.<br \/>\nEin Punkt, den ich noch nicht angesprochen habe und der eigentlich jetzt der Wichtigste ist, ist die FFW Oberhaidelbach. 1883 gegr\u00fcndet, war es die best\u00e4ndigste Institution in unserem Ort. Als 1983 die 100 Jahrfeier statt fand, war man sehr stolz auf seine Wehr und feierte drei Tage lang. 2000 wurde dann die Jugendfeuerwehr gegr\u00fcndet und nach mehreren Leistungspr\u00fcfungen konnten die jungen Leute im Jahr 2007 ihre Truppmannpr\u00fcfungen ablegen. Gott sei Dank mussten die Feuerwehrleute ihre F\u00e4higkeiten noch nicht oft unter Beweis stellen, denn Oberhaidelbach blieb von Br\u00e4nden verschont.<br \/>\nDer H\u00f6hepunkt in der Geschichte der Feuerwehr ist aber das jetzt statt findende 125. Jubil\u00e4um, bei dem die FFW unter Beweis stellen kann, dass sie nicht nur beim L\u00f6schen zusammenh\u00e4lt, sondern auch beim Feiern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Nordwestfu\u00df des \u201eWei\u00dfenbrunner Berges\u201c, wo der Haidelbach entspringt, direkt an der heutigen Staatsstra\u00dfe Altdorf- Hersbruck, liegt das Dorf Oberhaidelbach. Besiedelt wurde dieses Gebiet von bairischen Stammesangeh\u00f6rigen schon im 8.\/9. Jahrhundert, urkundlich erw\u00e4hnt ist es aber erstmals 1236. Dies geschah im Zusammenhang mit \u201eHeinricus de Heidelbach\u201c, einem Spross der Ritter von Heidelbach. 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